Häufig gestellte Fragen zum Testen

Häufig gestellte Fragen zum Testen

Schnelltests, PCR-Tests, Bürgertests - und welchen braucht man eigentlich wofür? Rund um das Thema Testen gibt es in der Corona-Pandemie zahlreiche Fragestellungen. Die häufig gestellten Fragen und Antworten sind hier auf einen Blick zusammengefasst: 


Schnelltests

  • Wo kann ich einen kostenlosen Bürgertest machen?

    Die ständig aktualisierte Liste der Teststationen im Landkreis Waldeck-Frankenberg finden Sie hier.

  • Wo kann ich einen kostenpflichtigen Antigen-Schnelltest machen? 

    Kostenpflichtige Tests können in den Apotheken, in den Hausarztpraxen oder in der Corona-Schwerpunktpraxis (Dr. Wittwer, Tel. 05634 347) als Selbstzahler-Leistung gebucht werden.

  • Wie lange sind Bürgertests gültig?

    Bürgertests sind 24 Stunden lang gültig. 

  • Sind Bürgertests aus Hessen auch in anderen Bundesländern gültig?

    Wenn der Bürgertest von einer autorisierten Stelle ausgestellt wird und mit Stempel und Uhrzeit versehen ist (z.B. DRK, Apotheken, Promedica u.a.m.) sollte er auch in anderen Bundesländern gültig sein. Wir empfehlen immer vorher dort nachzufragen wo der Test als Nachweis vorgelegt werden soll.

  • Was sind das für Tests?

    Angeboten wird eine Schnelltestung auf das Coronavirus, ein so genannter Antigen-Test. Dieser ist jedoch nur eine Momentaufnahme und gibt Aufschluss darüber, ob man im Augenblick andere Personen mit dem Virus anstecken könnte. Ein negativer Schnelltest ist kein Garant dafür, nicht mit dem Virus infiziert zu sein.

  • Was ist der Unterschied zwischen einem Bürgertest und einem Selbsttest zuhause?

    Bei einem Bürgertest handelt es sich um einen Antigenschnelltest, der von geschultem Personal durchgeführt und bescheinigt wird über das Testergebnis wird ein Zertifikat ausgestellt. 

    Bei einem Selbsttest handelt es sich um einen Schnelltest, den man in Drogerien, Apotheken oder Supermärkten kaufen und zuhause anwenden kann. 

  • Was ist, wenn mein Schnelltest positiv ausfällt?

    Personen, bei denen der Schnelltest eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen hat, sind gesetzlich dazu verpflichtet, sich an folgende Regeln zu halten: Auch ohne gesonderte Anordnung des Fachdienstes Gesundheit muss man sich sofort und ohne Umwege nach Hause begeben. Zuhause muss der Kontakt zu anderen Personen im Haushalt vermieden werden, auch Besuch darf nicht empfangen werden. Kontaktpersonen und der Arbeitgeber sollten auch über das positive Testergebnis informiert werden. Personen, bei denen der Schnelltest positiv ausfällt, müssen sich selbstständig unmittelbar um einen Termin zum PCR-Test kümmern – Ansprechpartner ist die Hausarztpraxis.  

    Weitere Testangebote gibt es in der Corona-Schwerpunktpraxis von Dr. Wittwer in Waldeck-Sachsenhausen. Termine können hier online gebucht werden. Die Praxis hat mehrere Standorte. Tests sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. 

     Eine Meldung beim Gesundheitsamt ist nicht erforderlich. Sie erhalten Ihre Quarantäneverfügung automatisch per Post. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens kann es einige Tage dauern bis die Post bei Ihnen eintrifft.


  • Was ist, wenn mein Schnelltest negativ ausfällt?

    Auch bei einem negativen Testergebnis ist man dazu verpflichtet, sich weiterhin an die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Ein negatives Testergebnis scheint zwar im ersten Augenblick erleichternd, ist jedoch nur eine Momentaufnahme, die zeigt, dass man im Augenblick andere Personen voraussichtlich nicht mit dem Coronavirus anstecken wird. Man muss daher weiterhin achtsam und umsichtig sein.

  • Wie unterscheiden sich Antigen-Tests von Antikörper-Tests?

    Antigen-Tests sind Schnelltests, die innerhalb weniger Minuten zeigen, ob man im Augenblick voraussichtlich andere Menschen mit dem Coronavirus anstecken kann. Ein negativer Antigen-Schnelltest ist kein Garant dafür, nicht mit dem Virus infiziert zu sein. Der Antigen-Schnelltest ist nicht zu verwechseln mit dem Antikörper-Test, der nachweist, ob man in der Vergangenheit bereits mit dem Virus infiziert war und ggf. Antikörper dagegen gebildet hat. Antikörper-Tests werden aktuell noch nicht als Nachweis für eine überstandene Covid-19 Erkrankung anerkannt und bieten im  Gegensatz zum Test-, Genesenen- und Impfnachweis keinerlei Erleichterung. 

  • Welche Auswirkungen hat ein positiver Schnelltest für die Angehörigen meines Haushalts?

    Wenn man positiv schnellgetestet ist, wird dringend empfohlen, dass die Angehörigen der Verdachtsperson sich in Absprache mit ihrem Arbeitgeber ebenfalls isolieren. Angehörige bekommen jedoch keinen offiziellen Quarantäne-Bescheid durch den Fachdienst Gesundheit. Kindergartenkinder aus entsprechenden Haushalten dürfen jedoch keine Betreuungseinrichtung besuchen. Für Grundschulkinder gilt, dass sie – wenn sie sich von der Verdachtsperson absondern – in Absprache mit der Schule in der Regel am Unterricht teilnehmen dürfen, da die Schulen mittlerweile entsprechende Testkonzepte etabliert haben. Wenn sich der Infektionsverdacht per PCR-Test bestätigt hat, bekommen alle Kontaktpersonen einen offiziellen Quarantäne-Bescheid. 

  • Wo benötige ich zusätzlich einen Antigen-Schnelltest - auch, wenn ich geimpft oder genesen bin?

    In folgenden Bereichen ist ein negatives Schnelltestergebnis auch für Geimpfte und Genesene notwendig: 

    • Krankenhäusern
    • Alten- und Pflegeheimen
    • Sammelunterkünften (Bewohner*innen bzw. Patientinnen und Patienten sind in der Regel ausgenommen. Bewohnertestungen können bei einem Ausbruchsgeschehen anlassbezogen vom Gesundheitsamt angeordnet werden.)

    Die oben genannten Einrichtungen können ihr Hausrecht ausüben und weitergehende Maßnahmen aussprechen oder auch den Impf- oder Genesenenstatus allein anerkennen. Fragen Sie bitte in der Einrichtung selbst nach was Sie benötigen.     


PCR-Tests

  • Was ist ein PCR-Test?

    Der PCR-Test (auch Labortest genannt) ist der Goldstandard unter den Corona-Tests. Mittels PCR-Test kann in einer Probe aus den Schleimhäuten der Atemwege zuverlässig nachgewiesen werden, ob Erreger vorhanden sind. Beim PCR-Test handelt es sich um ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren. Der Test beruht auf der sogenannten Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction, PCR). Dabei wird Erbmaterial des Virus vervielfältigt. Dadurch gelingt es, Viren nachzuweisen, auch wenn erst wenige Erreger vorhanden sind. Der PCR-Test hat also eine hohe Sensitivität – er weist das Virus mit einer hohen Treffsicherheit nach. Zudem wird gezielt nur das Erbmaterial des Coronavirus SARS-CoV-2 vervielfältigt. Der Test hat damit eine hohe Spezifität, weist also genau das gewünschte Virus nach.

  • Wo kann ich einen PCR-Test vornehmen lassen?

    Die erste Anlaufstelle für einen PCR-Test sind die Hausarztpraxen in Waldeck-Frankenberg. Weitere Testangebote gibt es in der Corona-Schwerpunktpraxis von Dr. Wittwer in Waldeck-Sachsenhausen. Termine können hier online gebucht werden. Die Praxis hat mehrere Standorte. Tests sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. 

     

  • Wie läuft ein PCR-Test ab?

    Ein PCR-Test kann beim Hausarzt durchgeführt werden. Hierzu wird ein Abstrich aus Mund und/oder Rachen genommen und im Labor ausgewertet. Das Ergebnis ist in der Regel zwei bis vier Tage später verfügbar.

  • Wann wird ein PCR-Test angewendet?

    Der PCR-Test gilt als das zuverlässigste Verfahren, um den Verdacht auf eine akute Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 abzuklären. Es ist für alle Altersgruppen der ausschlaggebende Test für die Entscheidung, ob eine Person sich aufgrund einer SARS-CoV-2-Infektion in Isolierung begeben muss.

  • Muss bei einem Infizierten ein abschließender Test gemacht werden, um aus der Quarantäne entlassen zu werden?

    Nein. Wichtigstes Kriterium ist, dass man 48 Stunden keinerlei akute Krankheits-Symptome (Husten, Fieber, Schnupfen) mehr aufweist. Sollten noch Krankheitssymptome vorliegen, soll die Quarantäne eigenverantwortlich bis zur Symptomfreiheit fortgesetzt werden. 

    Medizinisches Personal in Einrichtungen nach § 23 Abs. 3 S. 1 sowie § 36 Abs. 1 Nr. 2 und 7 IfSG (z. B. Krankenhäuser, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Tageskliniken, Arztpraxen, ambulanten Pflegedienste, gemeinschaftlichen Wohnformen, Unterkünfte für Asylbewerber oder Obdachlose und vergleichbaren Einrichtungen, Altenpflegeeinrichtungen) dürfen ihre berufliche Tätigkeit  mit Kontakt zu Patienten/innen oder zu pflegenden Personen nach einer Corona-Infektion frühestens nach 5 Tagen wieder aufnehmen, wenn sie sich durch einen negativen PCR-Test oder einem ct-Wert > 30 oder einem negativen zertifizierten Teststellentest freigetestet haben, vorher 48 Std. symptomfrei sind und diesen Test an das Gesundheitsamt übermittelt haben. Ausschließlich für diesen Personenkreis besteht eine Freitestungspflicht/-möglichkeit. 

  • Was passiert, wenn ich nach der Erstimpfung positiv getestet werde?

    Personen die nach der Erstimpfung oder auch nach einer vollständigen Impfung positiv getestet werden, sind quarantänepflichtig und werden behandelt wie eine Person die überhaupt nicht geimpft wurde und positiv getestet wird. Die noch ausstehende 2. Impfung soll nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) 6 Monate nach der Abnahmedatum des positiven Coronatests erfolgen.


Wofür brauche ich aktuell welchen Nachweis?

Eine Nachweispflicht besteht nur noch in 

  • Krankenhäusern
  • Alten- und Pflegeheimen
  • Sammelunterkünften (Bewohner*innen bzw. Patientinnen und Patienten sind in der Regel ausgenommen. Bewohnertestungen können bei einem Ausbruchsgeschehen anlassbezogen vom Gesundheitsamt angeordnet werden.)

 Die oben genannten Einrichtungen können ihr Hausrecht ausüben und weitergehende Maßnahmen aussprechen. Fragen Sie bitte in der Einrichtung selbst nach was Sie benötigen.


Weitere Informationen darüber, welche aktuellen Regeln gelten und wofür aktuell welcher Nachweis benötigt wird, gibt es hier.