Neue Fachleute für Geoparkführungen in den GrenzWelten 

Überrascht und hoch erfreut war der Nationale Geopark GrenzWelten über das große Interesse an dem neuen Ausbildungskurs für Geoparkführerinnen und Geoparkführer, der im Frühjahr 2025 startete. Nun haben 16 Teilnehmende aus dem gesamten Geopark-Gebiet erfolgreich ihre Prüfungen abgelegt. Zwei weitere werden demnächst nachgeprüft und werden den Test ihres Wissens sicherlich ebenso souverän hinter sich bringen.

Vorletztes Jahr waren es zwei Damen und ein Herr aus dem Raum Marsberg, die sich zu Geologie-Experten haben ausbilden lassen und seitdem fachkundige Führungen im Nationalen Geopark GrenzWelten anbieten. In 2025 waren es über sieben Mal so viele Personen, die Interesse an der Schulung hatten, aus dem gesamten Geopark-Gebiet im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis und in den hessischen Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Kassel.

Die erfolgreichen Ausgebildeten können sich nun mit großem Stolz geprüfte Geoparkführerin oder geprüfter Geoparkführer nennen, für die Region rund um Korbacher Spalte, Edersee und Edertal, Helfensteine am Dörnberg, Frankenberger Steinbruch Hohenäcker, Bruchhäuser Steine und viele weitere geologische Highlights. Landkreis-Fachdienstleiter Umwelt und Klimaschutz Ralf Enderlein, dessen Fachdienst der Geopark angegliedert ist, und Geoparkleiter Dr. Georg Bresser hießen die neuen Geoparkführer und Geoparkführerinnen persönlich und im Namen des engagierten Teams der GrenzWelten herzlich willkommen und freuten sich über die personenstarke Verstärkung der Ehrenamtlichen im Geopark.

Abgenommen wurde die Prüfung vom Geoparkleiter sowie von seinen beiden Mitarbeiterinnen Dr. Ute Richter und Silke Tielke und Geoparkführer Horst Frese.  Federführend in der Ausbildung war zwar Dr. Bresser, er wurde aber intensiv durch zahlreiche Geoparkführerinnen und Geoparkführer sowie weitere Freundinnen und Freunde der GrenzWelten unterstützt. „Ohne diese überwiegend ehrenamtliche Unterstützung wäre die doch recht zeitaufwändige Ausbildung einer solch erfreulich großen Personenzahl nicht möglich gewesen“, betonte der Geoparkleiter und dankte den Mit-Ausbildenden für ihr großartiges Engagement.

In ihrer Ausbildung haben die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Erdgeschichte erhalten. Sie wurden in Gesteins- und Kartenkunde geschult, besuchten Bergwerke wie den Marsberger Kilianstollen und führten weitere Exkursionen wie zum Martinstein in Schauenburg-Martinhagen als mitten im Ort gelegenes Vulkan-Relikt durch. Zu Stichworten wie Fossilien, Dinos, Eiszeit oder Vulkane erfuhren sie allerlei Spannendes. Als geprüfte Geoparkführerinnen und Geoparkführer sind sie nun Teil eines umfassenden Netzwerks, können an jährlichen Treffen zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch teilnehmen, Fortbildungsangebote wahrnehmen und erhalten eine Aufwandsentschädigung.