Veleda-Höhle wird Partner des Geoparks GrenzWelten

Bereits zum 77. Mal öffnet sich bei Deutschlands ältestem Amateurtheaterfestival in der Himmelfahrtswoche der Vorhang. Vom Der Nationale Geopark GrenzWelten und die Veleda-Höhle in Bestwig bündeln ihre Kräfte. Ende Februar unterzeichneten Vertreter des Landkreises Waldeck-Frankenberg als Träger des Geoparks, der Leiter der GrenzWelten, der Bürgermeister von Bestwig sowie Vertreter der Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig e. V. als Träger der Erlebnishöhle eine offizielle Kooperationsvereinbarung. Mit der feierlichen Unterschrift ist der Grundstein für eine langfristige Kooperation gelegt, die sowohl das Geotop-Management als auch die Erlebniskultur für Gäste in Bestwig stärken wird. Eine starke Partnerschaft für die Unterwelt, die den Bekanntheitsgrad von Geopark und Höhle noch einmal erhöhen wird, zeigen sich die Partner zuversichtlich.

Denn genau das ist das Ziel der Zusammenarbeit: die geologischen Besonderheiten der Region gemeinsam sichtbarer zu machen. Beide Partner bringen ihre Stärken auf unterschiedliche Art ein und ergänzen sich gewinnbringend, der fachliche Austausch steht im Vordergrund. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit“, erklären die Kooperationspartner unisono. Während die Veleda-Höhle von der fachlichen Unterstützung profitiert, gewinnt der Geopark ein bedeutendes Highlight in seinem Netzwerk hinzu. Als ein für Besucher direkt erlebbares Geotop stellt die Höhle eine wertvolle Bereicherung für das touristische und pädagogische Angebot der GrenzWelten dar.

Die Veleda-Höhle liegt im oberen Ruhrtal südlich von Velmede in der Gemeinde Bestwig auf der Nordseite des Ostenberges. In dem dortigen schmalen Band des devonischen Sparganophyllum-Kalkes wurde vor einigen Jahren nur zwei Kilometer entfernt eine weitere Höhle entdeckt. Im Volksmund wird der Kalkzug auch „Hohler Stein“ genannt. Die Höhle besteht aus einer zweigeteilten großen Halle und einem Seitengang. Der Seitengang endet nach etwa 90 Metern im sogenannten Schusterstübchen. Mit ihren insgesamt rund 50 Metern Tiefe ist die Höhle eine der tiefsten in Nordrhein-Westfalen. Seit 2015 wird die Veleda-Höhle von 15 ehrenamtlichen Höhlenführern aus der Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig e. V. betreut. Der Schauhöhlenbetrieb findet von Mai bis September jeweils am letzten Sonntag im Monat statt. Zusätzlich gibt es Ende September jährlich eine Sonderführung zum Tag des Geotops. Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.veleda-hoehle.de .


Bildunterschrift: Freuen sich über die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags (v. l. n. r): Stephan Nüse und Michael Stratmann, Höhlenführer der Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig; Bestwigs Bürgermeister Christoph Rosenau; Fachdienstleiter Umwelt und Klimaschutz des Landkreises Waldeck-Frankenberg Ralf Enderlein; Leiter des Geoparks GrenzWelten Dr. Georg Bresser. Foto: Nationaler Geopark GrenzWelten


Schlagworte: 

Nationaler Geopark GrenzWelten