Nationaler Geopark erbittet Vorschläge für Geotop des Jahres 2026

Geotope sind laut Definition erdgeschichtliche Formationen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und des Lebens vermitteln. Als Beispiele können Aufschlüsse von Gesteinen oder Böden sowie besondere Naturschöpfungen wie Karsthöhlen oder Felsformationen genannt werden. Darüber hinaus weisen Geotope aber auch eine besondere erdgeschichtliche Bedeutung auf. Sie sind eher selten oder auch bewundernswert schön und daher als Geotop erhaltenswürdig, außerdem für Wissenschaft und Forschung ebenso wertvoll wie für die Lehre der Natur- und Heimatkunde.

Auch in 2026 möchte der Nationale Geopark GrenzWelten, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern kann, wieder ein solches Geotop hervorheben. Es wird die Reihe besonderer erdgeschichtlicher Formationen ergänzen, die seit 2017 von einer fachkundigen Jury als „Geotop des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Der Geopark ruft daher geologisch interessierte Laien dazu auf, bis zum 2. März Vorschläge für das Geotop des Jahres 2026 einzureichen. Über eine rege Beteiligung würden sich Geoparkleiter Dr. Georg Bresser und seine engagierten Mitarbeitenden freuen.

Die Vorschläge können von Einzelpersonen, Bürgergruppen oder Vereinen eingereicht werden. Eine kurze Beschreibung der Formation und eine Begründung, was das Geotop so hervorhebt, dass es ausgezeichnet werden sollte, sind für eine Bewertung erforderlich. Der oder die Sieger werden nach Kürung durch die Jury des Geoparks dann im späten Frühjahr öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Welche Geotope bereits ausgezeichnet wurden, ist der beigefügten Aufstellung zu entnehmen: 

  • 2017: Devonkalk des Steinbruchs „Schmidt“ und Panzerfisch-Fundstätte in Bad Wildungen-Braunau
  • 2018: Naturdenkmal „Dohlenfelsen“ bei Frankenberg (Eder)
  • 2019: „Hollenkammer“ bei Volkmarsen-Lütersheim
  • 2020: Ederstede (Klingelstede) bei Burgwald-Birkenbringhausen
  • 2021: Riesenstein bei Naumburg-Heimarshausen
  • 2022: „Weiße Kuhle“ zwischen Obermarsberg und Erlinghausen im Hochsauerlandkreis und Wichtellöcher bei Wabern-Uttershausen
  • 2023: Wichtelsteine bei Frankenau
  • 2024: Adorfer Bänderschiefer
  • 2025: Blockschutthalden am Edersee


 Bildunterschrift: Geotop des Jahres 2025 sind die Blockschutthalden am Edersee. (Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg)


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