Baum auf Wiese in einem Innenhof eines alten Klostergebäudes

Museum im Kloster

Museum im Kloster

Das Museum im Kloster des Landkreises Waldeck-Frankenberg ist im Nordflügel des ehemaligen Zisterzienserinnen-Klosters St. Georgenberg in Frankenberg, zu dem auch die romanische St. Mauritiuskapelle aus dem 13. Jahrhundert gehört, untergebracht und wurde am 29. Mai 1952 eröffnet. Es hat die Arbeiten des Frankenberger Künstlers Philipp Sol­dan (1500 - 1570), Holzschnitzer, Steinbildhauer und Meister der Ofenplatte im 16. Jahrhundert, in den Mittelpunkt seiner Präsentation gestellt. Im Kreuzgang sind kunstvoll geschnitzte Balkenköpfe, Totenschilde und Ofenplatten des Bildhauers zu sehen. Der hessische Künstler wurde im 16. Jahrhundert als Formenschneider (Verfertiger von Modeln für den Eisenguss), Baumeister und Maler bekannt.

Außerdem beherbergt das Museum Werke des Tyle von Frankenberg (14. Jahrhundert), eines berühmten Baumeisters und Steinbildhauers seiner Zeit. Sein Werk ist ebenfalls im Kreuzgang mit Heiligenfiguren, einer Christusfigur und den Torsi von Propheten- und Madonnenstatuen aus dem 14. Jahrhundert vertreten. 

Die Sammlung wird von umfangreichen volkskundlichen Ausstellungsgegenständen komplettiert. Im einstigen Refektorium und Dormitorium geben Möbel, Trachten und Arbeitsgeräte vielfältige Einblicke in das vergangene Landleben und in die bürgerliche Kultur. Der Eintritt ist kostenlos. Spenden werden gern entgegen genommen. 



Sonderausstellung vom 14. Mai bis 24. Juli

Im Museum im Kloster läuft vom 14. Mai bis 24. Juli eine Sonderausstellung mit dem Titel "TSE TSE Philipp Soldan Projekt", die samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 05691 - 625734 besucht werden kann. 

Das Projekt
Frankenberg trägt seit dem 29. Mai 2018 den Namenszusatz "Philipp‐Soldan‐Stadt" in Würdigung des Formenschneiders , Bildhauers und Malers Philipp Soldan, eines der bekanntesten Söhne der Stadt, der um 1500 dort geboren wurde. Mit dieser Ausstellung tritt die Künstlergruppe in Dialog mit Philipp Soldans Werken. Zugleich ist es eine Hommage an das großartiges Schaffen dieses facettenreichen Künstlers. Fünf verschiedene Ansätze, um einen Künstler längst vergangener Tage in ein neues, zeitgemäßes Licht zu rücken haben sich die Künstler als Herausforderung angenommen. Besuchende sollen ermuntert werden,  selbst auf Bilderreise zu gehen, um in den Arbeiten von Philipp Soldan Figuren und Geschichten zu entdecken und in Bezug zur eigenen Lebensgeschichte oder zur heutigen Zeit zu stellen.

Die KünstlerINNEN-Gruppe
1996 gründete sich in Hamburg aus fünf zuvor überwiegend individuell arbeitende Künstler*Innen (Sabine Reyer, Hadi Knütel,  Petra Spielmann , Bastian Raiss , Jörg Brandt) die TSE TSE Künstlergruppe. Gemeinsames Anliegen ist neben Bündelung der Kräfte bei Planung und Durchführung von Projekten und Ausstellungen der kontinuierliche Austausch untereinander. Die einzelnen künstlerischen Positionen umspannen stilistisch eine reizvolle Bandbreite. Betrachter einzubeziehen und auf Räumlichkeiten Bezug zu nehmen, ist ein grundsätzlicher Ansatz der Gruppe. Oft wurden Ausstellungen eigens für einen speziellen Ort entwickelt, der so Mittler wird für einen intensiven Austausch zwischen Besuchern, Kunst und Künstlern.

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Blick auf eine Hausfront eines alten Klostergebäudes

Zisterzienserinnenkloster
St. Georgenberg 

Die Verwaltungsstelle des Landkreises in Frankenberg ist untergebracht im  ehemaligen Zisterzienserinnenkloster St. Georgenberg. 


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