Hände über einer Computertastatur, daneben liegen Stifte

Jugendberufsagentur

Jugendberufsagentur

Die Jugendberufsagentur (JBA) stellt sicher, dass kein Jugendlicher im Übergang von der Schule in den Beruf verloren geht. Die JBA, die der Landkreis Waldeck-Frankenberg gemeinsam mit dem benachbarten Schwalm-Eder-Kreis gegründet hat, bündelt die vielfältigen Unterstützungsangebote vor Ort und macht Hilfe schneller, passgenauer und unbürokratischer verfügbar. Für Jugendliche bedeutet das: persönliche Berufsorientierung, Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie bei Bewerbungen, Vermittlung zu Praktika und Einstiegsqualifizierungen, Begleitung bei sozialen oder schulischen Hindernissen sowie Zugang zu Sprachförderung und weiteren Hilfsangeboten. Eltern erhalten klare Informationen und Begleitung bei Fragen zur Ausbildungs- und Berufsplanung ihrer Kinder, Hilfe beim Verständnis von Fördermöglichkeiten und Verfahren sowie Vermittlung zu den zuständigen Ansprechpersonen. Für Fachkräfte fungiert die JBA als zentrale Anlaufstelle für Fälle mit hohem Unterstützungsbedarf, koordiniert die Fallarbeit, erleichtert den Austausch zu Übergangsstrategien und vernetzt Arbeitsagentur, Jobcenter, Schulen, Jugendamt, Schulsozialarbeit, das regionale Übergangsmanagement und overcome, um abgestimmte Maßnahmen zu ermöglichen. Die JBA basiert auf einer Kooperationsvereinbarung, die im Dezember 2018 zwischen den beteiligten Landkreisen, dem Staatlichen Schulamt, der Agentur für Arbeit und den Jobcentern geschlossen wurde. Ziel ist es, die vorhandenen Angebote nicht isoliert, sondern vernetzt einzusetzen und die Unterstützung der Jugendlichen über die Grenzen einzelner Zuständigkeiten hinweg ganzheitlich zu gestalten – besonders für diejenigen mit besonderem Unterstützungsbedarf auf dem Weg in den Arbeitsmarkt.

Im Jahr 2025/2026 hat die JBA gezielt mehrere Projekte und Themenfelder bearbeitet: die Unterstützung von Careleaver und Careleaverinnen, ein Pilotprojekt mit einem Sprachkurs für geflüchtete Menschen zum Erreichen des B1-Sprachniveaus (fortgeführt/ausgebaut 2026), Maßnahmen zur Berufsorientierung für benachteiligte junge Menschen, ein Fortbildungsangebot für Fachkräfte im Umgang mit psychischen Erkrankungen sowie eine Informations- und Austauschveranstaltung speziell für Eltern mit Migrationshintergrund zum Thema Berufsorientierung.