Projekt der Schader-Stiftung „Heimaten vor Ort“ in Waldeck-Frankenberg

Was bedeutet Heimat in einer vielfältigen Gesellschaft? Und wie kann Zugehörigkeit für alle Menschen gelingen? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigt sich das neue Projekt „Heimaten vor Ort. Lokale Integrationspotenziale“ der Schader-Stiftung, an dem sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg als einer von drei hessischen Standorten beteiligt.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt ist im April 2026 gestartet und wird neben dem Landkreis auch in der Nördlichen Innenstadt in Gießen und in der Gemeinde Roßdorf umgesetzt. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, kommunaler Praxis und Zivilgesellschaft unterschiedliche Vorstellungen von Heimat und ihre Bedeutung für das Zusammenleben in den Blick zu nehmen. In der Kreisverwaltung ist die Fachstelle Migration und Integration, angesiedelt im Fachdienst Soziale Angelegenheiten, für die Begleitung verantwortlich.

„Heimat ist mehr als nur ein Ort – es ist ein Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. „In einer immer vielfältigeren Gesellschaft ist es entscheidend, dass wir gemeinsam darüber ins Gespräch kommen, was Heimat für uns alle bedeutet. Das Projekt ‚Heimaten vor Ort‘ bietet dafür eine hervorragende Plattform.“ Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie Heimat in der heutigen Migrationsgesellschaft positiv und vielfältig verstanden und gelebt werden kann. Es sollen Perspektiven auf „Heimaten“ sichtbar gemacht und Räume für Austausch und gegenseitiges Lernen geschaffen werden. Der bewusst gewählte Plural „Heimaten“ unterstreicht dabei die Vielfalt persönlicher, sozialer und lokaler Zugehörigkeiten.

Als Auftakt ist im Herbst und Winter 2026 eine erste Workshopreihe unter dem Titel „Was ist Heimat?“ geplant. Hier werden gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis unterschiedliche Erfahrungen, Vorstellungen und Bedeutungen von Heimat ausgetauscht. Darauf aufbauend sollen in den kommenden drei Jahren weitere Dialogformate entwickelt und Erkenntnisse für die kommunale Praxis gewonnen werden. Das Projekt „Heimaten vor Ort. Lokale Integrationspotenziale“ wird im Rahmen des WIR-Programms durch das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales gefördert.

 

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