Umgang mit Wespen und Hornissen

Umgang mit Wespen & Hornissen 

Grundsätzlich stellen Wespen und Hornissen keine Gefahr für den Menschen dar. Sie können stechen, was zwar schmerzhaft ist, aber in der Regel für Menschen ungefährlich. Die heimischen Wespen, einschließlich der Europäischen Hornisse als die größte heimische Wespenart, erfüllen wichtige ökologische Aufgaben in der natürlichen Regulierung anderer Insekten und bei der Vorbeugung von Krankheits- und Infektionsausbreitungen. Beeinträchtigen Wespen oder Europäische Hornissen den Lebensalltag in hohem Maße, kann man von fachkundigen Personen die Nester schonend umsiedeln lassen. Dazu kann man sich in Waldeck-Frankenberg an spezialisierte Fachbetriebe wenden. Eine artenschutzrechtliche Genehmigung zur Umsiedlung von Nestern ist nur bei Hornissen erforderlich, da diese nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter besonderem Schutz stehen.

Nur, wenn eine für den Menschen akut bedrohliche Situation vorliegt – also beispielswiese ein Wespennest in unmittelbarer Nähe eines Allergikers gebaut wurde – sollten die Nester im Rahmen des vorsorglichen Gesundheitsschutzes entfernt werden. Hierfür entstehende Kosten muss der Auftraggeber tragen. Um vor allem Wespen von Kuchen, Getränken und Gegrilltem fernzuhalten, wird empfohlen, die Insekten mit einem Stoß Wasser aus einer Sprühflasche zu vertreiben. Die Insekten halten den Sprühnebel für Regen und ziehen sich in der Regel in ihre Nester zurück. Auch sollten in deren Anwesenheit möglichst hektische Bewegungen vermieden werden, die die Insekten als Bedrohung auffassen könnten. Auch Wespen sind schützenswerte Nutztiere, die auf natürliche Art viele Schädlinge bekämpfen oder auch einige Blütenpflanzen bestäuben.


Asiatische Hornisse

In den letzten Jahren hat sich eine neue Wespenart, die Asiatische Hornisse, in Deutschland ausgebreitet, die ihre natürliche Heimat im ostasiatischen Raum hat. Nach Europa wurde sie durch den Menschen eingeschleppt und 2014 zunächst in Süddeutschland und seit 2023 auch in Waldeck-Frankenberg nachgewiesen. Seit 2025 gilt diese Wespenart in Deutschland als „etabliert“, da sie vor allem in Süddeutschland mittlerweile stark verbreitet ist. Die Asiatische Hornisse kann zu wirtschaftlichen Schäden führen, da sie sich sowohl von reifen Früchten als auch von erbeuteten Insekten ernährt. Hierbei können zum Beispiel im Obstanbau und in der Imkerei im Umfeld von bestehenden Nestern der Asiatischen Hornisse Schäden auftreten.

Die Bekämpfung sollte unbedingt nur durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen, da es dabei zu erheblichen Abwehrreaktionen aller in dem Volk lebenden Hornissen gleichzeitig kommen kann, was mit großen gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann. Außerdem ist vor der Bekämpfung immer sicherzustellen, dass es sich nicht um die besonders geschützte Europäische Hornisse handelt, deren Bekämpfung grundsätzlich verboten ist.

Sichtungen online melden

Bei beidem gilt: Wer die Tiere – ob Einzelne oder ganze Nester – entdeckt, sollte dies umgehend dem  Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, (HLNUG) melden. Wichtig ist hierbei, dass die Meldungen immer mit einem Foto des gesichteten Tieres eingehen, da dem Hinweis sonst nicht nachgegangen werden kann. Ziel ist es, so die Population in den Griff zu bekommen, um heimische Insekten wie Bienen, Wespen, Fliegen oder Käfer bestmöglich zu schützen.


Asiatische Hornisse vs. Europäische Hornisse

Wie man die invasive Art erkennt? Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse und wird bis zu 2,4 Zentimeter groß. Ihre Königinnen können bis zu 3 Zentimeter lang sein. Zu erkennen ist die Asiatische Hornisse an ihrer charakteristischen schwarzen Grundfärbung: Die Brust ist schwarz, der Hinterleib dunkel mit wenigen gelben Binden. Die Beine sind schwarz-gelb gefärbt. Nicht zu verwechseln ist sie mit der Europäischen Hornisse, die gelb-orange gezeichnet ist, und unter Naturschutz steht. Um eine verbotene Tötung der streng geschützten heimischen Hornisse zu vermeiden, ist eine genaue Unterscheidung wichtig.