Berufs- & Sprachscout: Positive Bilanz für Arbeitsmarktintegration
Bildunterschrift: v. l. Der Berufs- und Sprachscout Christopher Max Hechsel zieht zusammen mit Henning Berges positive Bilanz. Der Berufs- und Sprachscout ist in der Fachstelle Migration und Integration des Fachdienstes Soziale Angelegenheiten verortet und unterstützt Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt.
Nach der Einführung des Berufs- und Sprachscouts im Landkreis Waldeck-Frankenberg vor rund zwei Jahren zieht die Kreisverwaltung eine durchweg positive Bilanz. Das Projekt, das als flexible und bedarfsorientierte Ergänzung zum Regelsystem konzipiert wurde, hat sich als entscheidender Erfolgsfaktor für die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in den heimischen Arbeitsmarkt erwiesen. Fast 60 Personen konnten bereits in Ausbildungsplätze oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden.
Individuelle Begleitung als Schlüssel zum Erfolg
Der Berufs- und Sprachscout Christopher Max Hechsel bot in den letzten zwei Jahren rund 140 Menschen eine intensive Beratung und Begleitung. Das Angebot reichte von der Erstellung individueller Bewerbungsunterlagen über Coaching für Vorstellungsgespräche bis hin zur engmaschigen Begleitung bei Praktika, Ausbildungen oder im neuen Job. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der intensiven Begleitung bei der Anerkennungsberatung für im Ausland erworbener Qualifikationen. In fast 70 Fällen wurde dies gemeinsam erfolgreich durchgeführt und fungiert damit als „Türöffner“ in den Arbeitsmarkt. Die zu betreuenden Personen stammten aus 29 Nationen und waren zwischen 16 und 63 Jahre alt. „Angesichts des prognostizierten Fachkräftemangels in Waldeck-Frankenberg stellt dieses Projekt ein entscheidenden Lösungsansatz dar. Wir heben vorhandene Potenziale und erzielen nachhaltige Erfolge für die Menschen und unsere regionale Wirtschaft“, erklärt Henning Berges, Fachdienstleiter des Fachdienstes Soziale Angelegenheiten, in dem der Berufs- und Sprachscout verortet ist.
Starkes Netzwerk für den Landkreis
Ein weiterer Erfolg ist der Aufbau eines soliden Netzwerks aus Arbeitgebern, dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit, Schulen, Bildungsträgern und ehrenamtlichen Initiativen. Über 50 Unternehmen aus dem gesamten Landkreis wurden bei der Suche nach Fach- und Arbeitskräften unterstützt und beraten. Die gezielte Netzwerkarbeit mündete unter anderem in der erfolgreichen Arbeitgeber-Veranstaltung „Stadt – Land – Arbeitsmarkt“.
„Das Projekt wirkt als unverzichtbares Bindeglied zwischen der Zielgruppe, der Verwaltung und den Arbeitgebern“, ergänzt Christopher Max Hechsel. „Die hohe und stetig steigende Nachfrage zeigt, wie wichtig unsere Anlaufstelle ist. Die Erfolge sind ein gemeinschaftlicher Gewinn für alle Beteiligten.“ Darüber hinaus wurde auch das bundesweit, erscheinende kommunal-Magazin aus Berlin auf die Stelle des Berufs- und Sprachscouts aufmerksam und berichtete in einer Ausgabe unter dem Titel –Wie Waldeck-Frankenberg den Arbeitsmarkt neu denkt- zu den Entwicklungen im Landkreis.
Projekt wird fortgesetzt und ausgebaut
Aufgrund der guten Ergebnisse und der hohen Nachfrage wird das Projekt aus Mitteln des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets des hessischen Sozialministeriums bis Ende 2029 weiterfinanziert. Um der wachsenden Zahl an Anfragen gerecht zu werden, ist zudem der Ausbau von Online-Beratungsangeboten geplant.
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