Vorsorge leicht gemacht: Landkreis gibt Tipps für den Notfall

Bildunterschrift: Informationen zur Notfallvorsorge direkt im Supermarkt: Während der hessenweiten Resilienzwoche konnten sich Bürgerinnen und Bürger in teilnehmenden Supermärkten über die richtige Krisenvorsorge informieren. Das Bild entstand im REWE-Markt in Frankenberg und zeigt (v. l.) Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, David Rudolph vom Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, Dennis Schäfer von der Frankenberger Feuerwehr, Marktleiter Denis Schneider und Philip Windisch, ebenfalls Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg.


Anlässlich der hessenweiten Resilienzwoche ruft der Landkreis Waldeck-Frankenberg die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich mit der eigenen Notfallvorsorge auseinanderzusetzen. Ein langanhaltender Stromausfall, extremes Wetter oder andere unvorhergesehene Krisen können den Alltag lahmlegen. Wer vorbereitet ist, kann nicht nur sich selbst und seine Familie schützen, sondern entlastet auch die Einsatzkräfte. David Rudolph vom Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz gibt einfache und praktische Tipps.

„Notfallvorsorge ist kein Hexenwerk und hat nichts mit Panikmache zu tun“, erklärt David Rudolph. „Es geht darum, mit einfachen Mitteln ein Plus an Sicherheit für sich und seine Liebsten zu schaffen. Jeder kleine Schritt, den man heute macht, kann in einer unerwarteten Situation viel Kummer ersparen. Fangen Sie mit einem Kasten Wasser und ein paar Lieblingskonserven an – damit ist schon viel gewonnen.“

Wasser und Lebensmittel: Die Basis für den Notfall
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, einen Vorrat für zehn Tage anzulegen. Die wichtigste Grundlage ist dabei Trinkwasser mit einer Faustregel von zwei Litern pro Person und Tag. Bei Lebensmitteln gilt: Einlagern was auch sonst gerne gegessen wird. „Niemand muss spezielle Notfallnahrung kaufen“, erklärt Rudolph. „Greifen Sie zu haltbaren Produkten wie Nudeln, Reis, Konserven mit Eintöpfen oder Gemüse und Knäckebrot.“ Sein Tipp: ein „lebender Vorrat“. Neu gekaufte Vorräte kommen nach hinten in den Schrank, verbraucht wird von vorne. So wird nichts schlecht und der Vorrat ist immer frisch.

Mehr als nur Vorräte
Fällt der Strom aus, helfen ein Campingkocher mit Gaskartusche oder ein Grill – beides sollte im Freien genutzt werden. Wichtig ist auch, individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen: Familien sollten an Babynahrung und Windeln denken, Tierbesitzer an ausreichend Futter. Wer regelmäßig Medikamente benötigt, sollte stets einen ausreichenden Vorrat zu Hause haben. Zur umfassenden Vorsorge gehören auch eine gut sortierte Hausapotheke, Hygieneartikel, eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien sowie Kerzen und Streichhölzer. Besonders wichtig, um bei einem Ausfall von Internet und Mobilfunk informiert zu bleiben, ist ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio. Zudem sollte eine Mappe mit den wichtigsten Dokumenten griffbereit sein.

Der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese unterstreicht die Bedeutung der Eigenvorsorge: „Eine gut vorbereitete Bevölkerung ist die Grundlage einer widerstandsfähigen Gemeinschaft. Jede Person, die sich für eine gewisse Zeit selbst versorgen kann, verschafft unseren ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften die nötige Zeit, sich um die wirklich kritischen Notfälle zu kümmern.“

Weitere Informationen
Umfassende Checklisten und Ratgeber zur Notfallvorsorge stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf seiner Website www.bbk.bund.de zur Verfügung. Weitere Infos fasst der Landkreis Waldeck-Frankenberg auch auf seiner Internetseite unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/schutz zusammen.


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