Brand bei Marsberg: Wehren aus Waldeck-Frankenberg unterstützen

Ein massiver Waldbrand, der in der vergangenen Woche im nordrhein-westfälischen Marsberg ausbrach und rasch auf ein rund 100 Hektar großes Forstgebiet übergriff, forderte in den vergangenen Tagen kurzfristig den unermüdlichen Einsatz zahlreicher Einsatzkräfte. Auch aus Waldeck-Frankenberg waren viele Feuerwehren im Einsatz. 

Nachbarschaftshilfe über Kreis- und Landesgrenzen hinweg
Denn: Aufgrund der enormen Ausdehnung der Flammen hatte der Hochsauerlandkreis offizielle Unterstützung aus Hessen angefordert, dem das Hessische Innenministerium und das Regierungspräsidium Kassel nachkamen – und ein schlagkräftiges Katastrophenschutz-Kontingent mit über 250 hessischen Helfern zusammenstellten, dem auch Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Edertal, Frankenberg, Bad Wildungen, Waldeck, Battenberg, Allendorf und Hatzfeld angehörten. Zuvor waren zudem mit Feuerwehren aus Diemelsee, Willingen und Bad Arolsen bereits Einheiten aus Waldeck-Frankenberg im Rahmen der nachbarlichen Löschhilfe im Einsatz, packten vor Ort tatkräftig mit an – und leisteten gemeinsam mit den anderen Kameradinnen und Kameraden bereits schnelle und unbürokratische Nachbarschaftshilfe über Kreis- und Landesgrenzen hinweg.

Handarbeit am Steilhang
Die hessischen Helfer übernahmen im Schadensgebiet wichtige Aufgaben und wurden dabei maßgeblich von heimischen Führungskräften geleitet. Kreisbrandmeister Philip Windisch aus Waldeck-Frankenberg führte die Einheiten vor Ort gemeinsam mit dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Michael von Bredow aus dem Schwalm-Eder-Kreis, während das Regierungspräsidium Kassel den Gesamteinsatz lenkte. Da die offene Brandbekämpfung bereits erfolgreich war, konzentrierten sich die heimischen Wehren auf die aufwendigen Nachlöscharbeiten. Die Brandschützerinnen und -schützer aus Waldeck-Frankenberg durchkämmten dabei einen steilen Hang meterweise nach verborgenen Brandherden. Bei drückender Hitze wurden Glutnester im unwegsamen Gelände mühsam mit Handwerkzeugen freilegt und gelöscht, um ein erneutes Ausbrechen des Feuers im Erdreich zu verhindern. Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle.

Lob für Einsatzkräfte
Während bereits Hessens Innenminister Roman Poseck den Einsatz aller Kräfte gelobt hat, betonen auch der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese und Waldeck-Frankenbergs Kreisbrandmeister Philip Windisch das beispiellose Engagement der Feuerwehrmänner und -frauen: „Was unsere Einsatzkräfte hier unter extremen Bedingungen geleistet haben, verdient höchsten Respekt. Der Einsatz am Steilhang bei dieser Hitze war Schwerstarbeit. Doch die Motivation und Professionalität unserer Wehren waren vom ersten Moment an ungebrochen“, loben beide. „Die Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg hat reibungslos funktioniert. Das zeigt, dass wir uns im Ernstfall blind aufeinander verlassen können. Ein großes Dankeschön an alle, die hier beteiligt waren.“


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Fachdienst Rettungsdienst, Brand- & Katastrophenschutz