Ense-Schule und Mathias-Bauer-Schule am 10. Juni geschlossen

Auf dem gemeinsamen Schulgelände der Ense-Schule und der Mathias-Bauer-Schule in Bad Wildungen ist ein Befall mit Eichenprozessionsspinnern festgestellt worden. Der Landkreis hat daher in Rücksprache mit den Schulleitungen entschieden, die Schulen am Mittwoch, 10. Juni zu schließen und bereits eine Fachfirma beauftragt, die die Raupen entfernt. Das Gelände darf bis dahin nicht betreten werden. Am Donnerstag, 11. Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sodass der Unterricht dann wieder wie gewohnt stattfinden wird.

Distanzunterricht und Notbetreuung
Am Mittwoch, 10. Juni wird in den beiden Schulen kein regulärer Unterricht vor Ort stattfinden. In der Ense-Schule wird auf Distanzunterricht umgestiegen. Für die Klassen fünf bis sieben wird es von der ersten bis zur sechsten Stunde eine Betreuung in den Räumen der Hans-Viessmann-Schule geben. In der Mathias-Bauer-Schule wird ebenso von der ersten bis zur sechsten Stunde eine Notbetreuung in den Räumen der Hans-Viessmann-Schule für alle Schülerinnen und Schüler angeboten. Die Eltern der Kinder und Jugendlichen beider Schulen wurden von den Schulleitungen bereits entsprechend informiert.

Fachfirma zur Schädlingsbekämpfung
„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schulkinder und Lehrkräfte hat für uns oberste Priorität“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Karl-Friedrich Frese. „Da sich die Tiere und ihre Gespinste in vielen Bäumen auf dem Schulgelände befinden, war eine sofortige Sperrung des gesamten Areals leider unumgänglich. Wir bitten alle Eltern und Betroffenen um Verständnis für diese kurzfristige Maßnahme.“ Eine spezialisierte Fachfirma wurde bereits beauftragt, die die Raupen unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen aus den Eichen entfernen werden. Das wird einen Tag dauern.    

Bei Kontakt Symptome medizinisch abklären lassen
Eichenprozessionsspinner sind unscheinbare Nachtfalter, deren Raupen sich in typischen "Prozessionen" auf Eichenbäumen fortbewegen. Sie stellen eine Gesundheitsgefahr auch für den Menschen dar, da ihre Brennhaare ein Nesselgift enthalten, das unter anderem Hautreizungen, Atembeschwerden und allergische Reaktionen hervorrufen kann. Der Kontakt mit den Tieren oder ihren Gespinsten sollte daher vermieden werden. Wer doch damit in Kontakt gekommen ist, sollte unmittelbar duschen und die Kleidung bei 60 Grad waschen, um das Nesselgift abzuwaschen. Mögliche Symptome wie Hautausschläge, Atembeschwerden oder allergischen Reaktionen sollten zügig in einer Arztpraxis medizinisch abgeklärt werden. Weitere Informationen dazu gibt es auch hier. 


Hintergrund: Eichenprozessionsspinner
Im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist der Eichenprozessionsspinner seit 2019 bekannt. Der Schädling kann grundsätzlich in allen Gebieten mit Eichenbeständen auftreten. Die Anzahl der Sichtungen nimmt seither zu, was auf eine weitere Ausbreitung der Nachtfalter hindeutet.


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