Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein heimischer Nachtfalter aus der Familie der Zahnspinner.
Die früher überwiegend im Süden von Deutschland und im südlichen Europa vorkommende Schmetterlingsart konnte sich in den letzten Jahren aufgrund der klimatischen Veränderungen stark ausbreiten.

Seit 2019 ist der Eichenprozessionsspinner in Waldeck-Frankenberg nachgewiesen und die Anzahl der gemeldeten Fälle nimmt stetig zu. Mittlerweile kommt der Eichenprozessionsspinner im gesamten Kreisgebiet von Waldeck-Frankenberg an Eichen im Wald und an Straßen, aber auch in Gärten und öffentlichen Grünanlagen vor.

Die Nachtfalterart ist Teil der heimischen Tierwelt und erfüllt dort ökologische Funktionen. Sie dient z.B. als Nahrung für heimische Vogelarten.Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind bekannt dafür, in charakteristischen "Prozessionen" auf Eichenbäumen zu wandern. Besonders berüchtigt sind sie wegen ihrer gefährlichen Brennhaare, die gesundheitliche Risiken für Menschen und Tiere bergen.

Der Kontakt mit den Raupen oder ihren Gespinsten sollte vermieden werden. Sollten Sie in Kontakt mit den Brennhaaren kommen, wird empfohlen, sofort zu duschen und die Kleidung bei 60 Grad zu waschen, um das Nesselgift abzuwaschen. Beobachten Sie mögliche Reaktionen wie Hautausschläge, Atemnot oder Augenentzündungen und suchen Sie bei starken Symptomen zügig einen Arzt oder eine Ärztin auf. Auch Haustiere sollten nach Spaziergängen kontrolliert werden, da sich die Haare im Fell festsetzen können.

Als heimische Tierart ist eine Bekämpfung nur zulässig, wenn das Vorkommen den Lebensalltag in hohem Maße beeinträchtigt und Gefahren für die Gesundheit entstehen können. Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners sollte ausschließlich durch Fachfirmen erfolgen. Insbesondere in Gefahrenbereichen (wie beispielsweise Freiflächen von Schulen und Kindergärten, Spielplätze, Parks und private Gärten) sollten die Nester entfernt werden, wenn eine Meidung der betroffenen Bereiche nicht sicher zu verhindern ist."