Landkreis und Wirtschaftsförderung treiben Breitbandausbau voran
Der Landkreis und die Wirtschaftsförderung wollen gemeinsam den Breitbandausbau in Waldeck-Frankenberg vorantreiben. Ziel ist ein beschleunigter und qualitätsgesicherter Ausbau gigabitfähiger Glasfaseranschlüsse für alle Kommunen im Landkreis. Dazu sollen möglichst auch Fördermittel des Bundes im Rahmen der Gigabitförderung 2.0. gewonnen werden.
Schnelles Netz als Voraussetzung für Wirtschaftsstandort
„Schnelles Internet ist eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, attraktive Wohnstandorte und eine moderne Verwaltung“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Karl-Friedrich Frese. „Gemeinsam mit unserer Wirtschaftsförderung bündeln wir daher unsere Kräfte, um den Ausbau effizient zu begleiten und optimal von allen Fördermöglichkeiten zu profitieren.“
Projekt startet mit Kick-Off-Workshop
Kürzlich fiel der Startschuss für das ambitionierte Projekt: Zusammen mit dem Beratungsunternehmen Infratech Services haben alle Beteiligten in einem Kick-Off-Workshop die Arbeit aufgenommen, die von der Projektkoordination und Zielnetzplanung über Fördermittelmanagement bis hin zu Baubegleitung und digitaler Dokumentation auf GIS-Basis reicht. Der Ablauf sieht grundsätzlich vor: Branchendialog und Markterkundung, Auswertung der Rückmeldungen, Antragstellung beim Bund mit anschließender Vergabe sowie finaler Zuwendungsbescheid und Bauphase.
Spatenstich ab 2029
Der Kick-Off für das Vorhaben ist bereits gestartet. Anschließend folgen ein Branchendialog mit den Netzbetreibern und das Markterkundungsverfahren, um vorhandene Eigenausbaupläne und die aktuelle Infrastruktur zu erfassen. Nach Auswertung dieser Rückmeldungen werden dann die Antragsunterlagen für die Fördermittel-Beantragung vorbereitet und eingereicht. Nach positiver Bewilligung können dann die rechtliche Vorbereitung und die Ausschreibung der Bauleistungen starten. Insgesamt wird mit einer Projektlaufzeit bei der Vorbereitung von mindestens ein bis zwei Jahren und dem gesamt Ausbau von mindestens 5 Jahren gerechnet.
Einbindung der Bevölkerung als Erfolgsfaktor
Entscheidender Faktor für den Erfolg des Projekts ist die aktive Mitwirkung der Bevölkerung. Der Ausbau moderner Glasfaserinfrastruktur gelingt nur, wenn die Menschen vor Ort diesen Weg mitgehen und sich für diese Form der Internetversorgung öffnen. Die bestehenden Netze stoßen bereits heute an ihre Grenzen. Mit Digitalisierung der Wirtschaft, Verwaltung und des Alltags wird dieser Engpass weiter wachsen. Glasfaser schafft die notwendige Grundlage für stabile Verbindungen und hohe Übertragungsraten. Sie ist Voraussetzung für neue Geschäftsmodelle, digitale Arbeitsplätze und eine zukunftsfähige Region. Dabei kommt es auf alle an: Unabhängig von Alter oder Generation ist jede und jeder gefragt, diesen Prozess zu unterstützen. Mit einer breiten Beteiligung besteht die Chance, den Landkreis nach vorne zu bringen und nachhaltig zu stärken.
Finanzierung und wirtschaftliche Umsetzung
Die Vorbereitung des Projekts wird aktuell vollständig über Fördermittel des Landes finanziert. Damit kann die Planungs- und Strukturierungsphase ohne zusätzliche Belastung für den Landkreis umgesetzt werden. Im nächsten Schritt erfolgt die Antragstellung im Rahmen der Gigabitförderung 2.0. Bei erfolgreicher Bewilligung können bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten durch den Bund übernommen werden. Ergänzend stellt das Land Hessen bis zu 40 Prozent der Kosten bereit.
In Summe ergibt sich damit eine Förderquote von bis zu 90 Prozent. Der verbleibende Eigenanteil wird auf ein Minimum reduziert. Ziel ist es, die verfügbaren Fördermittel konsequent zu nutzen und den Ausbau wirtschaftlich tragfähig umzusetzen. „Mit klaren Prozessen, transparenter Dokumentation und enger Projektkoordination wollen wir den Glasfaser-Ausbau in der Region beschleunigen“, betont der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dimitrij Schmalz. „Hierzu möchten wir natürlich auch alle Akteure vor Ort – ob Kommunen, Netzbetreiber, Genehmigungsbehörden oder Firmen und Unternehmen in Waldeck-Frankenberg – herzlich zur Zusammenarbeit und zum Austausch einladen.“ Schnelle, zuverlässige Breitbandanschlüsse seien ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit heimischer Unternehmen, für bessere Bildungschancen und für die Lebensqualität vor Ort.
Bildunterschrift: Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und Wirtschaftsförderer Dimitrij Schmalz machen sich gemeinsam mit Tim Bernhardt und Sebastian Jilg vom Beratungsunternehmen Infratech Services auf den Weg, um den Ausbau von schnellem Internet in Waldeck-Frankenberg voranzutreiben (v.l.n.r.) (Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg)


