Umfrage im Katastrophen- & Zivilschutz: Landkreis ruft zur Teilnahme auf
Im Katastrophen- und Zivilschutz zählt im Ernstfall, wer tatsächlich verfügbar ist. Viele Einsatzkräfte engagieren sich jedoch in mehreren Organisationen gleichzeitig oder sind in ihrem Hauptberuf in Bereichen tätig, die für die Krisenbewältigung besonders wichtig sind – etwa in Kritischen Infrastrukturen. Diese sogenannte „Mehrfachver-planung“ stellt Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Verwaltungen vor besondere Herausforderungen.
Umfrage vom 2. November bis Jahresende
Um ein realistisches Bild der Situation zu gewinnen, führt das Land Hessen vom 2. November bis zum 31. Dezember 2026 eine landesweite Online-Abfrage zur Mehrfachverplanung im Zivil- und Katastrophenschutz durch. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg ruft alle Einsatzkräfte ausdrücklich zur Teilnahme auf. Eingeladen sind alle haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Katastrophen- und Zivilschutz – insbesondere Angehörige der Feuerwehren, Mitglieder von im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen und Einsatzkräfte weiterer Einheiten des Zivil- und Katastrophenschutzes. Dabei richtet sich die Abfrage ausdrücklich nicht nur an Führungskräfte, sondern an alle Einsatzkräfte – auch ohne Führungsfunktion.
Vollständiges Lagebild erhalten
Sie soll helfen zu klären, wie viele Einsatzkräfte in mehreren Organisationen oder Einheiten gleichzeitig aktiv sind, und in welchem Umfang Einsatzkräfte im Ernstfall zugleich an ihrem hauptberuflichen Arbeitsplatz – insbesondere in kritischen Infrastrukturen – benötigt werden. Mit einem möglichst vollständigen Lagebild können Land und Kommunen die Strukturen des Zivil- und Katastrophenschutzes besser an künftige Herausforderungen anpassen. Die Befragung dauert rund fünf Minuten, ist freiwillig und anonym.
Zugang nur über die Einsatzorganisationen
Um sicherzustellen, dass ausschließlich tatsächlich im Einsatzdienst aktive Personen an der Umfrage teilnehmen, wird der direkte Zugang zur Online-Abfrage aber nicht öffentlich verbreitet. Alle interessierten Einsatzkräfte werden gebeten, sich an ihre Führungskraft in der Einsatzorganisation zu wenden. Über die Leitungen der Einheiten wird der Link zur Umfrage dann an die Einsatzkräfte weitergegeben.
Infos zur Umfrage weitergeben
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg bittet alle Führungskräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen eindringlich, die Information zur Online-Abfrage aktiv in ihren Einheiten zu verbreiten – in Dienstbesprechungen, internen E-Mails, im Intranet oder über Aushänge in Wachen und Unterkünften. Nur wenn möglichst viele Perspektiven einfließen, entsteht ein realistisches Bild der Mehrfachverplanung im Katastrophen- und Zivilschutz.
Teilnahme aller Einsatzkräfte erwünscht
„Jede Rückmeldung hilft, die Einsatzbereitschaft im Katastrophen- und Zivilschutz besser einzuschätzen und langfristig zu sichern – unabhängig davon, ob man selbst mehrfach verplant ist oder ausschließlich in einer Organisation oder Einheit mitwirkt“, sagt der Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Kreisbrandinspektor Philip Windisch. „Mit ihrer Teilnahme tragen alle Einsatzkräfte dazu bei, die Planungs- und Reaktionsfähigkeit in Großschadenslagen und Katastrophen nachhaltig zu stärken.“
Schlagworte:
Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz Bevölkerungsschutz


